Lesung 20.09.21, 20:00 Saloon Eintritt: Kostenlos

RITTER Literatur und Pro Helvetia

Lesung von Franziska Füchsl: tagwan und Li Mollet: weiße Linien

Gästeproduktion

Zwei Autorinnen entwickeln exzeptionelle Sprachspiele und Formen, die landläufig vertuschte soziale Verwicklungen freilegen, Möglichkeiten eines anderen Denkens und alternativen Daseins anklingen lassen.
In ihrem Prosadebüt „Tagwan“ erzählt Franziska Füchsl von Wanderschaften durch wunderliche Landstriche, in denen eine Scheuche, eine Wache und eine Lumpensammlerin tagwandeln. Begegnungen mit einer einbeinigen Puppe, einem sprechenden Spat, dem Flicker Woitsch und einer Zeichnerin akzentuieren Widerspenstiges, das allen Figuren und deren Ambiente anhaftet.
Li Mollets „weiße Linien“ ist ein flirrendes und summendes, zugleich streng nach Plan aufgebautes Prosabuch: Miniaturen um eine Frau mit leiser Stimme, ein kleines Mädchen und ein weiblichen Ich, zu dem auch ein Er gehört, durchkreuzen den lapidaren Tagesablauf einer Durchschnittsexistenz. In superdichten Text-Gebilden zerfließt das System der Zuordnung von Gewesenem und Zukünftigem zu einer vielfach aufgefalteten All-Gegenwart.

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Franziska Füchsl, geb. 1991 in Putzleinsdorf/ Oberösterreich. Studierte Anglistik und Deutsche Philologie in Wien sowie Sprache und Gestalt in Kiel. Teilnehmerin am Lehrgang Forum Text bei DRAMA FORuM / uni-T Graz. Lebt und arbeitet als freie Autorin in Wien.
Preise: u.a. Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis, rotahorn-Förderpreis, Shortlists des Rauriser Literaturpreises sowie des Clemens-Brentano-Preises.

Li Mollet, geboren 1947 in Aarberg (Kanton Bern), studierte Erziehungswissenschaften und Philosophie, lebt als Autorin in Bern. Ihre Prosa wurde u.a. mit dem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet.

Lesung von Franziska Füchsl: tagwan und Li Mollet: weiße Linien