Sicherheit wieder sprechen

Sicherheit ist ein zentraler Begriff rechtskonservativer Diskurse. Mit ihm werden rassistische sowie autoritäre Regierungsmethoden legitimiert und Austeritätspolitik forciert. Linke Stimmen positionieren sich meist kritisch und assoziieren mit Sicherheit: Militarisierung, Überwachung und Ausgrenzung. Die gegenwärtig erlebte, durch unstete Lebensbedingungen und düstere Zukunftsprognosen gerahmte (Un)Sicherheit erfordert es jedoch, neue Perspektiven auf Sicherheitsfragen zu öffnen und sie in den Kontext der geteilten Sorgsamkeit und transnationalen Solidarität einzubetten.

An sechs Terminen laden die Sparten Gesellschaftspolitik und Architektur kritische sowie emanzipatorische Positionen aus dem In- und Ausland ein. Gewohnte Diskurse der (Un-)Sicherheit sollen hinterfragt und mit progressiven Deutungen sowie alternativen Formen des Zusammenlebens diskutiert werden. Gemeinsamer Schwerpunkt der Vortragreihe sind kritische Infrastrukturen, zu denen Daten- und Versorgungsnetzwerke, Katastrophenschutzräume sowie Institutionen zählen, die einen sorgsamen Umgang miteinander, solidarische Benutzung kritischer Ressourcen und geteilte Verantwortung und Verletzlichkeit in mehr-als-menschlichen Gesellschaften ermöglichen.

Termine jeweils mittwochs, 19:00 Uhr:
20.04. Commoning Care. Für eine Sorgsame Ökonomie mit Manuela Zechner
11.05. Klimasicherheit. Über Architektur des Wetters mit Lydia Kallipoliti und Friedrich von Borries
15.06. Sorgsame Ökologie. Für eine soziale & nachhaltige Gesellschaft mit Alina Brad
13.07. Sicherheit im Ungewissen. Über spekulative Objekte und Gemeinschaften mit Aris Komporozos-Athanasiou und James Auger
14.09. Sorgsame Migrationsgesellschaft. Für eine solidarische Lebensweise mit Gabu Heindl
12.10. Elementare Sicherheit und gegenseitige Sorge. Über Gestaltung der Flüchtlingslager und Notunterkünfte mit Malkit Shoshan (angefragt) und Andrew Herscher (angefragt)

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